Also, muss ich es selber ausprobieren.
Ich teste für euch: Kerzen einfrieren
Heute schaue ich, was es mit dem Einfrieren von Kerzen auf sich hat. Sie sollen nämlich wesentlich länger brennen, wenn sie Zeit im Eisfach verbracht haben. Dort sollten sie so lange wie möglich bleiben – optimal ist ein Monat oder länger. Denn es gilt: Je länger, desto besser. Im Winter kann man die Kerzen auch einfach auf dem Balkon oder auf der Fensterbank lagern.
Eins wohnte 2 Tage im TK-Fach, eins durfte einfach so bei Raumtemperatur im Wohnzimmer rumlungern.
Zurück aus dem Eisfach, wurde das Teelicht markiert und dann mit seinem warmen Freund angezündet.
Punkt 12 Uhr
Und dann brannten sie:
eine Stunde
zwei Stunden
drei Stunden
vier Stunden
Um 16.10 Uhr verabschiedete sich Teelicht Nummer 1 – das ungekühlte Teelicht.
Um 17.06 Uhr ging dann auch das tiefgefrorene Licht aus.
Fast eine ganze Stunde länger hat das eingefrorene Teelicht gebrannt!
Das ist für diese doch sehr kleine Kerzenvariante eine ganz Menge an Zeit Man kann nun hochrechnen, wie effektiv diese Methode ist, wenn man größere Kerzen nimmt und sie mehrere Monate vor ihrem Auftritt kühl lagert. Also: Experiment gelungen!
Übrigens: Bei Duftkerzen sollte man darauf achten, dass man sie vorher in eine Tüte packt, damit der Geruch nicht auf die Lebensmittel übergeht.
Warum es funktioniert
Die Idee, Kerzen einzufrieren, um ihre Brenndauer zu verlängern, mag auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen, aber sie basiert auf einem einfachen wissenschaftlichen Prinzip: der Verlangsamung des Schmelzprozesses.
Kerzen bestehen hauptsächlich aus Wachs, das beim Brennen schmilzt und durch den Docht nach oben gezogen wird, um dort zu verdampfen und zu verbrennen. Die Geschwindigkeit, mit der das Wachs schmilzt, hängt von der Umgebungstemperatur ab.
Wenn du eine Kerze einfrierst, wird das Wachs sehr kalt und fest. Beim Anzünden muss die Flamme zunächst das kalte Wachs erwärmen, bevor es schmelzen und zur Verbrennung aufsteigen kann. Dieser zusätzliche Schritt, das Aufwärmen des eiskalten Wachses, verlangsamt den gesamten Schmelz- und Verbrennungsprozess. Das Wachs wird also über einen längeren Zeitraum hinweg langsam und gleichmäßig verbraucht, anstatt schnell zu schmelzen und zu verbrennen.
Man kann sich das wie bei einem Eiswürfel vorstellen: Ein Eiswürfel aus dem Gefrierschrank schmilzt langsamer als ein Eiswürfel, der bereits eine Weile bei Raumtemperatur gestanden hat. Ähnlich verhält es sich mit dem Wachs in der Kerze.







Schreibe einen Kommentar