Gesammelte Rezepte – Wie bekomme ich Papierchaos in den Griff?
Auch nicht ohne ist jedoch die Kategorie der Kochhefte. Ich liebe es darin zu schmökern und neu Rezeptideen zu sammeln – natürlich immer mit dem Vorsatz, sie alle demnächst ausprobieren zu müssen. Nun gehöre ich aber leider zu den Menschen, die auf 80% Altbewährtes zurückgreifen und nur zu besonderen Anlässen etwas Neues probieren. Und gelangt ein neues Kochheft in meinen Einkaufswagen, so ist es natürlich viel spannender und aufregender, was dort vorgekocht wird. Und schwups, ist das ältere Magazin vergessen.
Kochrezepte archivieren
Irgendwann hatte ich einen riesigen Stapel an Rezeptheften angesammelt, der mir gar keine Freude mehr bereitete, da er wie ein Mahnmal im Regal lag: „In mir warten unglaublich viele tolle Rezepte, die DU FAULE SOCKE immer noch nicht nachgekocht hast. DU weisst ja noch nicht mal mehr, WAS du alles verpasst!“
Das ist nun gar nicht das, was ich gerne in meinem Umfeld haben möchte. Die Dinge, mit denen ich lebe, sollen mir ein gutes, ein positives Gefühl geben. Sie sollen mich inspirieren und mich glücklich machen. Sicher, die Steuererklärung schafft das nicht wirklich und auch mit den Ameisenfallen kann ich auch nur schwer eine gute Verbindung aufbauen – aber diese Dinge sind nun mal notwendig und nicht zu ändern…
Aber diesen Stapel kann ich ändern. Und so habe ich mir vor dem Urlaub einen Abend lang alle meine Hefte vorgenommen und habe sie gewissenhaft durchgeblättert. Meistens hatte ich ja schon beim ersten Durchlesen eine Markierung gemacht und so hatte ich eine erste Orientierung.
Ich habe drei Schritte gemacht:
1. Markierte Rezepte anschauen und wenn interessant rausreissen
2. Alle anderen Rezepte im Schnelldurchgang durchgehen. Was nicht auf den ersten Blick spannend war, blieb wo es war, die anderen wurden auch rausgerissen. Das alles war schnell gemacht. Aber der dritte Schritt bedarf ein bisschen Konzentration. Denn bei
3. habe ich alle Rezepte noch mal in die Hand genommen und mich gefragt: Brauche ich es wirklich? Werde ich es wirklich nachkochen? Wird es jemanden im Haushalt geben, der es außer mir noch essen mag (gaaanz wichtige Frage!!)? Steht das Rezept nicht auch in meinem Lieblingskochbuch?
Der Stapel war nach der 2. Runde schon bedeutend kleiner! Und so wanderte er mit ein paar Bastelutensilien (Nagelschere hat man sowieso dabei, Maskingtape, Dekoschildchen) und einem der grandiosen Smash-Books in den Koffer.
Zu dem Smash-Book gehört ein super Stift, der auf der einen Seite ein Fineliner ist und auf der anderen Seite einen kleinen Klebestift hat. Seehr praktisch!
Rezeptbuch gestalten
Und so habe ich mich im Urlaub gemütlich auf die Terrasse gesetzt und all die Rezepte eingeklebt, die übrig geblieben sind. Dabei habe ich die Methode „quick and dirty“ gewählt. Also ausschneiden, aufkleben, ein bisschen Klebeband drauf, vielleicht noch einen kleinen Kommentar – fertig. Man kann das selbstverständlich viel schöner machen und auch viel liebevoller – mir war aber wichtig, dass es einfach „passiert“. Hätte ich es aufwändiger machen wollen, wäre es eines jener Projekte geworden, die man ewig vor sich herschiebt, weil es einem ganz groß vorkommt. So sind jetzt alle Rezepte an Ort und Stelle und es hat nicht länger als 3 Stunden gedauert. Der große Vorteil bei den Smash-Books sind übrigens die Seiten, die schon gestaltet sind und einen wunderschönen Hintergrund geben.
Da ich nicht nur neue Rezepte in meinem neuen „Kochbuch“ haben wollte, habe ich auch ein paar Seiten aus Büchern herauskopiert, die wir immer wieder machen. Zum Beispiel der Lieblingsapfelkuchen meiner Tochter:
So habe ich alles auf einen Griff zusammen!
Ich habe übrigens gleich eines der neuen Rezepte probiert:
Nektarinen klein schneiden, in Alufolie packen und auf den Grill legen. Nach einer halben Stunde sind sie bei niedriger Glut (wenn das Fleisch fertig ist und der Grill langsam abkühlt) ganz wunderbar saftig. Dazu ein bisschen Zimt und Vanilleeis…
Leider war alles zu schnell weg und so gibt es keine Fotos davon.










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